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Das Stadion am Quenz ist seit etwa einem halben Jahrhundert die traditionelle Heimat des FC Stahl und weit über Brandenburgs Landesgrenzen hinaus bekannt. Hier fanden große "Schlachten" in der DDR-Oberliga statt, hier wurde jahrezehntelang in einem wenig ausgebauten Stadion vor wenigen hundert Zuschauern DDR-Liga und Bezirksliga gespielt. Hier spielte der lange Zeit einzige 2.Bundesligist des Bundeslandes Brandenburg, 1967 fand im Stahl-Stadion vor 10.000 Zuschauern das Finale um den FDGB-Pokal statt, hier spielten die Puhdys, Dynamo Dresden, die DDR-Rugby-Nationalmannschaft, Blau-Weiß Vetschau und Hertha BSC... - Und heute spürt man hier nach Jahren der Tristesse eine Aufbruchstimmung, die unseren Verein wieder in etwas bessere Zeiten führen soll. In den ersten Jahrzehnten seiner Existenz war das Stadion am Quenz nicht mehr als ein nur wenig ausgebautes Stadion mit ringsum laufenden unbefestigten Graswällen, die etwa 10.000 Zuschauern einen recht unkomfortablen Stehplatz boten.

Ab den 70er Jahren jedoch entwickelte sich das Stahl-Stadion (so hieß es bis Januar 1993) immer mehr zum Schmuckkästchen. Den Anfang machte 1972 der Bau der Tribüne auf der heutigen Gegengerade, die mit 8 Sitzreihen ausgestattet ist und sich über die komplette Länge der Geraden erstreckt.

Bis zum Aufstieg in die DDR-Oberliga geschah nicht mehr viel Weltbewegendes, doch ab 1984 veränderte sich das Gesicht des Stadions (unter Mithilfe des mächtigen Trägerbetriebs, nämlich dem benachbarten Stahlwerk) rapide. Den Anfang machte im Laufe der ersten Oberliga-Saison der Ausbau der Graswälle zu mit Stehplatzstufen ausgestatteten Traversen, es wurden die Kassenbereiche neu gestaltet und der obligatorische Zaun errichtet (in der DDR-Liga und in der Oberligaaufstiegsrunde reichte noch ein einfaches Geländer). Im Laufe des Jahres 1985 wurden die heutige Haupttribüne sowie die davor befindlichen unüberdachten Sitzplätze errichtet, der Fanblock zog hierdurch in die Südkurve um. Durch diesen Ausbau hatte das Stahl-Stadion nun das bis heute gültige Fassungsvermögen von 15.500 erreicht.

Einen zweiten Meilenstein für den weiteren Ausbau zu einem echten Stadion stellte 1986 die Qualifikation zum UEFA-Cup dar. In Windeseile wurde der Bau der elektronischen Anzeigetafel beschlossen und auch durchgeführt, kurz vor dem Europapokal-Debüt erstrahlte sie beim Oberliga-Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt zum ersten mal. Das folgende UEFA-Cup-Heimspiel bescherte der BSG Stahl Brandenburg zum zweiten mal überhaupt ein restlos ausverkauftes Stadion (vorher: 1984 zum Oberliga-Debüt gegen den 1.FC Magdeburg) und nach einem viel umjubelten 1:0-Heimsieg auch noch ein Heimspiel in Runde 2. Gegner war IFK Göteborg, wieder wurde "ausverkauft" gemeldet, de facto war es jedoch sogar noch ein kleines bißchen voller als erlaubt... Die (inoffiziellen) 22.000 Zuschauer in einem brechend vollen bzw. überfüllten Stadion dürften wohl auf alle Zeiten der Zuschauerrekord für ein Fußballspiel in der Stadt Brandenburg bleiben. Bis 1988 war dann erst einmal wieder Ruhe eingekehrt beim Brandenburger Stadion-Ausbau. Stahl spielte mal wieder eine hervorragende Saison (am Ende stand ein überragender Platz 4, zwischenzeitlich stand man gar auf Platz 2 der Oberliga-Tabelle), und um eventuelle Abendspiele im Europapokal zu ermöglichen, mußte eine Flutlichtanlage her.

Im Laufe der Saison 1988/89 wurden die Masten gesetzt, seitdem winken die riesigen, charakteristischen Flutlichtmasten schon aus mehreren Kilometern Entfernung den Einwohnern der Stadt Brandenburg und seinen Gästen förmlich zu. Bis zur Einweihung der Anlage sollte es aber noch 7 Jahre dauern, denn in den folgenden Monaten begann der rasche Untergang der DDR, das Geld war plötzlich nicht mehr da. Die letzten Anschlüsse wurden so erst 1996 gelegt, und im Dezember spielte Stahl (damals unter dem Namen BSV Brandenburg) zum ersten mal unter Flutlicht - pro Mast war jeweils nur eine Reihe eingeschaltet, der Gegner hieß Energie Cottbus II und das Ergebnis lautete 0:5. Eine triste Premiere... Inzwischen wurden aus Sicherheitsgründen die oberen Reihen der Scheinwerfer abmontiert, so daß jetzt noch 2 Reihen voll funktionsfähig sind und die Anlage wurde auch schon bei einigen Abendspielen und Leichtathletikveranstaltungen eingesetzt.

Zwischen 1989 und 1996 geschah ansonsten - von einem höheren und stabileren Zaun und stärkerer Blocktrennung zur 2.BL-Saison 1991/92 abgesehen - nicht viel. Kurz vor der Einweihung der Flutlichtanlage 1996 wurde auch die neue Tartanbahn (vormals Asche) übergeben.

Im Zuge der Bauarbeiten wurde der Block zwischen Nordkurve und Gegentribüne als Rampe für die Baufahrzeuge genutzt, wodurch einige Stehstufen etwas beschädigt wurden, zudem mußten die Kassenhäuschen direkt am dahinterliegenden Eingang aus Platzgründen weichen. In den nun folgenden Jahren machte sich bemerkbar, dass außer in die Tartanbahn jahrelang kaum investiert wurde. Die Anzeigetafel gab irgendwann ihren Geist auf und blieb schwarz, die Kurven wurden immer grüner, die Kassenhäuschen verkamen und der Gesamtzustand des Stadions wurde langsam aber sicher immer schlechter. Erst nach dem Konkurs des BSV Brandenburg und der Gründung des FC Stahl kam wieder etwas Bewegung hinein: Die Kurven werden wieder regelmäßig von Unkraut befreit, die Beschallungsanlage wurde zumindest etwas aufgepeppt und weitere kleinere Reparaturen und Verschönerungen an verschiedenen Ecken des Stadions machten die Situation wieder etwas befriedigender.

Das Stadion heute: Der Gesamtzustand ist gut, wenn auch nicht überragend. Im Laufe der Zeit mußte fast der gesamte Baumbestand (hier insbesondere die charakteristische Pappelreihe rings ums Stadionrund) gerodet werden, so daß dem Stadioninneren etwas von dem Windschutz fehlt. Die Stehplatzstufen sind zu 99% gut nutzbar (nur auf wenigen Metern sind in der Südkurve 2 Stehplatzstufen leicht abgesackt; die Nordkurve, in der sich u.a. auch der Gäste-Block befindet, wird seit einigen Jahren zu normalen Spielen nicht geöffnet), die Sitzplätze gar zu 100%. Die kleine Uhr auf dem von den Fans innig geliebten Sprecherturm läuft wieder, auf der Gegentribüne prangt nach 11 Jahren Pause nun wieder der Schriftzug "STAHL BRANDENBURG" statt nur "BRANDENBURG". Es existiert wieder ein echter VIP-Raum, auf der Haupttribüne wurde ein Fanshop eingerichtet und im Stadion verteilte Bandenwerbung macht das Gesamtbild wieder etwas bunter. Auch die elektronische Anzeigetafel erfährt momentan eine Renaissance. Engangierte Mitglieder des Vereins sanieren die Anlage äußerlich in Eigenleistung, so daß die Anzeigetafel zumindest manuell wieder bedient werden kann. Außerdem wurden in den letzten Monaten die gesamten sanitären Anlagen, wie Duschen und Toiletten, und die Heizung im Sozialbereich unter der Haupttribüne mit finanziellen Mitteln der Stadt komplett saniert, so daß auch in diesem Bereich wieder mehr Qualität besteht. Im Sommer 2010 wird unser Verein, unterstützt mit finanziellen Mitteln der Stadt, die alte Gegentribüne sanieren, was dem Stadion auf der Westseite farblich sicher ein ganz anderes Gesicht geben wird.

Zwar gibt es noch so einiges zu tun, aber schon jetzt ist mehr als nur ein Anfang gemacht, um das Stadion mehr und mehr im alten Glanz erstrahlen zu lassen.  Das Stadion wäre für höhere Aufgaben jedenfalls gerüstet.

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Samstag, 27.05.2017
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